Baumschnitt 2014

 

In den Wintermonaten des Jahres 2014 wurden in den Vereinen "Am Ried" in Greußen, "An der Helbe" in Ebeleben, "Hammatal", Glückauf und Zufriedenheit in Sondershausen Lehrvorführungen im Obstbaumschnitt durchgeführt. Dabei sind u.a. folgende Bilder entstanden.

 

Junger Niederstamm, mittlere Wuchsstärke

Situation vor Beginn der Baumschnittmaßnahme:
Dieser junge Apfelbaum befindet sich am Beginn seiner Vollertragsphase. Er ist gesund, treibt kräftig und hat ausreichend Fruchtholz.

Zielstellung:
- eine niedrige, kompakte Krone mit ausreichend Fruchtholz,
- eine lichte, symmetrische Krone,
- ein gesundes Gleichgewicht zwischen Neuaustrieb und Fruchtung für einen langen Zeitraum.

 
     

Der Baum wächst sowohl in die Höhe, als auch in die Breite und würde ohne Eingriffe eine dichte Krone bilden. Im Folgejahr hat der Baum sehr viel Fruchtholz, er würde sehr viele, aber kleine Äpfel tragen.

Nun ist der Baum gut ausgelichtet, alle nicht notwendigen jungen Triebe sind entfernt und die verbleibenden Triebe können neues Fruchtholz bilden. Damit sich die Krone niedrige und breit entwickelt, wurde die Spitze entfernt.


 
 

Starkwüchsiger Apfelbaum unter einer Elektroleitung

Situation vor Beginn der Baumschnittmaßnahme:
Dieser starkwüchsige Apfelbaum befindet sich am Beginn seiner Vollertragsphase. Er ist gesund aber er hat nach einer Baumschnittmaßnahme vor drei Jahren sehr stark ausgetrieben. Die Krone ist sehr dicht und sie würde im laufenden Jahr die Elektroleitung erreichen. Der Baum würde sehr reich blühen und Früchte bilden. Die Früchte bleiben aber klein, wären von dichtem Laub umgeben und schwer zu ernten.

Zielstellung:
- eine niedrigere und breite Krone,
- weniger Triebe, weniger Fruchtholz, mehr Sonne in der gesamten Krone,
- dadurch eine wesentlich bessere Qualität der Äpfel.

     

Die Krone ist zu dicht und zu hoch. Die steil nach oben strebenden Triebe ziegen an, daß der Baum seine maximale Wuchshöhe noch nicht annähernd erreicht hat. Fruchthölzer sind am zwei- u. dreijährigen Bereich der Triebe in sehr großer Zahl. Die Menge der dort bei guter Befruchtung wachsenden Äpfel kann der Baum nur schlecht ernähren.

Nun ist der Baum wesentlich niedriger und gut ausgelichtet. Die steil stehenden, starkwüchsigen Triebe sind entfernt. An den verbliebenen Trieben Werrden Blüten und Äpfel sein. Das Gewicht der Früchte wird die Triebe weiter nach unten biegen, so daß die Krone sich auf natürliche Weise niedrig und breit entwickeln wird.

 

Wichtig ist:
- indem wir die Anzahl der Triebe reduzieren, reduzieren wir auch die Anzahl der Fruchthölzer, Blüten und Früchte,
- überflüssige Triebe müssen vollständig herausgeschnitten werden, Aststummel dürfen nicht bleiben,
- die verbleibenden Triebe werden nicht gekürzt.


 
 

Sehr hoher Befall mit Rindenkrankheiten

Wenn Obst über viele Jahre biologisch angebaut wird, dann vermehren sich unter passenden Bedingungen Pilzkrankheiten sehr stark. Dies ist in den vergangenen Jahren geschehen. Die nun zu Ende gegangene Baumschnittsaison war eine passende Gelegenheit, die Bäume von befallenen Zweigen oder Ästen zu befreien.
Auf dem Bild rechts sehen wir Baumkrebs in jungen Zweigen. Wenn unsere Obstäume kein Laub tragen, sind die Wucherungen in den Zweigen gut zu erkennen.

-> Bildergalerie zu Rindenkrankheiten
     
 
 
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erstellt am: 01.03.2014